WM 2010: Fazit

WM PokalEigentlich wollte ich schon vor der Endphase der Weltmeisterschaft ein kurzes Zwischenfazit ziehen. Doch irgendwie fehlten mir (vielleicht auch weil die WM noch in vollem Gange war) die Zeit und die Lust. Aber jetzt, nachdem leider alles zu Ende ist, komme ich endlich zu ein paar abschließenden Worten.

Kurz noch ein paar Sätze zur Vorrunde: Es waren auf jeden Fall viele — in meinen Augen — unvorhergesehene Ergebnisse dabei. Außerdem mehr Torwartfehler, als ich von den letzten Weltmeisterschaften in Erinnerung habe (und das nicht wegen dem flatternden Ball!).

Meine Einschätzung, welche Teams die Vorrunde überstehen, war nur teilweise korrekt. Es gab doch die ein oder andere Überraschung. Dazu gehören sowohl die italienische Rentnermannschaft als auch die französischen Aufständler. Wer sich den Post zur Auslosung der Gruppen anschaut, wird sehen, dass ich im Grunde genommen recht oft daneben lag mit meinen Tipps (7/16 falsch).

Doch auch andere potenzielle Favoriten konnten in der Vorrunde nicht glänzen: Brasilien spielt Angshasenfußball, Spanien verliert gegen die Schweiz, England kommt ohne Biss daher und auch die Argentinier um den besten Fußballer der Welt und die Portugiesen mit Schönling C. Ronaldo können nicht wirklich überzeugen.

Zu Beginn der KO-Phase legte außer dem deutschen Team kein anderes wirklich zu. England blieb enttäuschend und Argentinien muss feststellen, dass nur individuelle Klasse und eine Kult-Figur als Trainer nicht für mehr als das Viertelfinale reichen. Die Spanier kamen ohne große Mühe aber mit dem nötigen Quäntchen Glück bis ins Halbfinale und zeigten ab dort meisterhaftes taktisches Verhalten gepaart mit hoher technischer Qualität. Weder eine ängstliche deutsche Mannschaft noch die verbissen kämpfenden Oranjes hatten einen Sieg gegen den neuen Weltmeister verdient. Die nicht erwähnten Teilnehmer der Endrunde hatten in meinen Augen nie eine realistische Chance auf den Titel. Lobend zu erwähnen sind natürlich noch die viertplatzierten Uruguayer, die durch viel Engagement und einen hervorragenden Diego Forlán (und einen reaktionsschnellen “Ersatztorwart” Suárez) die Erwartungen weit übertrafen.

Gratulation an dieser Stelle dem Weltmeister, dem jungen deutschen Team und dem Vizemeister Niederlande. Außerdem natürlich unserem Doppel-Titelträger Thomas Müller und auch dem Gastgeber Südafrika, der es geschafft hat, die erste WM in Afrika zu einer gelungenen Veranstaltung zu machen.

Zuletzt noch eine lobende Erwähnung des — für mich — most valuable Players (ich meine hiermit nicht den besten sondern den wichtigsten Spieler) der WM: Bastian Schweinsteiger. Ohne ihn wäre die deutsche Mannschaft wahrscheinlich nicht annähernd so stark gewesen, wie sie es war. Das soll die Leistung der anderen Spieler nicht schmälern, es haben (fast) alle besser gespielt, als ich es erwartet hätte.

Diego Forlán

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